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Alte Bleirohre erkennen und sanieren in Köln

Aktualisiert am 07.09.2026 · Rohrreinigung Köln

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Kurzantwort: Bleirohre in Trinkwasserleitungen können Blei ins Trinkwasser abgeben und sind seit 1973 verboten. In älteren Gebäuden in Köln sind sie aber noch vorhanden. Erkennen Sie sie an der matten, silbergrauen Oberfläche und dem weichen Material. Ein Austausch ist dringend empfohlen.

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Warum Bleirohre ein Problem sind

Blei ist ein Schwermetall, das sich im menschlichen Körper anreichert und besonders für Kinder und Schwangere gefährlich ist. Es greift das Nervensystem, die Nieren und das Gehirn an. Selbst geringe Mengen im Trinkwasser sind nicht akzeptabel. Die Trinkwasserverordnung legt seit 2013 den Grenzwert für Blei im Trinkwasser auf 0,01 Milligramm pro Liter fest - und hält Hauseigentümer gesetzlich dazu an, Bleileitungen zu erneuern.

Sind Bleirohre noch vorhanden?

Bleirohre wurden in Deutschland bis etwa 1973 verlegt, in Einzelfällen noch bis Anfang der 1980er Jahre. Besonders betroffen sind Gebäude in Köln, die vor dem Zweiten Weltkrieg oder in der Nachkriegszeit errichtet wurden - das trifft auf einen erheblichen Teil der Gründerzeitquartiere in der Innenstadt, in Ehrenfeld, Nippes oder Mülheim zu.

Bleirohre erkennen

Sichtprüfung

  • Farbe: Bleirohre sind silbergrau und matt, nicht glänzend wie Kupfer oder weiß wie Kunststoff.
  • Oberfläche: Leicht rau, oft mit kleinen Oxidationsflecken.
  • Weichheit: Ein Blei-Rohr lässt sich mit dem Fingernagel leicht einritzen.
  • Biegsamkeit: Blei ist biegsam und schwer - Sie können ein Rohrende leicht von Hand biegen, ohne dass es bricht.
  • Schweißnähte: Bleileitungen haben oft sichtbare Rollnähte entlang des Rohrs.

Fachmann beauftragen

Wenn Sie unsicher sind, beauftragen Sie einen Installateur mit einer Leitungsinspektion. Alternativ bietet das Gesundheitsamt Köln Informationen zur Trinkwasserprüfung und nennt akkreditierte Labore, die eine Wasserprobe auf Bleigehalt analysieren. Eine Wasseranalyse kostet 30 bis 80 Euro und liefert Gewissheit.

Gesundheitsrisiko einschätzen

Nicht jedes Blei-Rohr gibt sofort kritische Mengen ab. Entscheidend sind:

  • Kontaktzeit des Wassers mit dem Rohr (lange Standzeiten nachts erhöhen die Bleiabgabe)
  • Wasserhärte und pH-Wert des Kölner Trinkwassers (weiches, leicht saures Wasser löst mehr Blei)
  • Alter und Zustand des Rohrs

Als Sofortmaßnahme: Lassen Sie morgens das Wasser 30 bis 60 Sekunden laufen, bevor Sie es trinken oder kochen, um stehendes Wasser aus den Leitungen zu spülen.

Sanierungsoptionen

Vollständiger Rohraustausch

Die sicherste und dauerhafteste Lösung: Alle Bleirohre werden durch Kupfer, Edelstahl oder geeignete Kunststoffleitungen ersetzt. Der Aufwand hängt von der Leitungsführung ab. In Köln kostet der komplette Austausch der Trinkwasser-Stockwerksleitungen in einer Wohnung typischerweise 3.000 bis 8.000 Euro, je nach Wohnungsgröße und Zugänglichkeit.

Grabenlose Innenbeschichtung

Alternativ können Rohre von innen mit einem Epoxidharz-Liner beschichtet werden. Die Methode ist günstiger, aber umstrittener - nicht alle Experten empfehlen sie für Trinkwasserleitungen, da Langzeiterfahrungen begrenzt sind.

Förderung und Pflicht

Die Trinkwasserverordnung verpflichtet Vermieter, Bleileitungen bis Ende 2013 auszutauschen. Diese Frist gilt jedoch nur für vermietete Gebäude. Dennoch empfiehlt das Umweltbundesamt allen Eigentümern dringend, auch selbst genutzte Immobilien zu sanieren. KfW-Förderungen für energetische Sanierungen umfassen manchmal auch die Erneuerung von Versorgungsleitungen - fragen Sie Ihre Bank oder das KfW-Infocenter.

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