Kurzantwort: Eine Rohrreinigungsspirale führen Sie langsam und mit gleichmäßigem Drehimpuls in den Abfluss ein. Drücken und drehen Sie gleichzeitig, bis Sie den Widerstand des Pfropfens spüren - dann aufbrechen oder herausziehen. Falsche Technik oder das falsche Modell können Rohre beschädigen.
Welche Arten von Rohrreinigungsspiralen gibt es?
Der Markt bietet mehrere Typen, die je nach Einsatzort variieren:
- Handspiralen (bis 5 m): Einfach zu handhaben, geeignet für Waschbecken, Duschen und Badewannen. Meist mit T-Griff oder Kurbel.
- Bohrmaschinenspiralen: Werden in den Akku-Schrauber eingespannt und sind bei hartnäckigen Pfropfen effektiver. Für geübte Heimwerker geeignet.
- WC-Spiralen: Besitzen einen gebogenen, gummigeschützten Kopf, der das Porzellan schont und den gekrümmten Toilettenabgang passieren kann.
- Profispiralen (10 m und mehr): Für Leitungen bis zum Hauptrohr - diese sind Fachbetrieben vorbehalten.
Die richtige Spirale für Ihren Abfluss auswählen
Für Waschbecken und Duschen mit Rohrdurchmesser von 32 bis 50 mm reicht eine Handkurbelspiralemit 6 mm Stärke völlig aus. Am WC sollten Sie ausschließlich eine spezielle WC-Spirale mit Gummimantel verwenden - eine gewöhnliche Metallspirale verkratzt die Glasur der Toilettenschüssel und kann den Abgang dauerhaft beschädigen. Für Küchenleitungen ab 50 mm empfehlen sich stärkere Modelle mit 8 bis 10 mm Durchmesser.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Benutzung
- Vorbereitung: Legen Sie alte Handtücher um den Abfluss. Ziehen Sie Gummihandschuhe an. Stellen Sie einen Eimer bereit.
- Spirale einführen: Führen Sie das Spiralende langsam in den Abfluss. Vermeiden Sie ruckartiges Drücken - gehen Sie in kleinen Schritten von etwa 10 cm vor.
- Drehen und vorschieben: Drehen Sie den Griff gleichmäßig im Uhrzeigersinn und drücken Sie die Spirale dabei sanft weiter. Das Drehen verhindert, dass die Spirale sich verknotet.
- Widerstand erspüren: Wenn Sie einen Widerstand spüren, haben Sie den Pfropfen erreicht. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Weiterdrehen, um das Material aufzubrechen und in Stücke zu zerteilen - oder gegenpollen (sanft ziehen und drehen), um das Hindernis einzuhaken und herauszuziehen.
- Spirale langsam herausziehen: Ziehen Sie die Spirale gleichmäßig heraus und legen Sie das anhaftende Material direkt in den Eimer.
- Spülen und testen: Spülen Sie den Abfluss gründlich mit warmem Wasser. Wiederholen Sie den Vorgang bei Bedarf noch einmal.
- Spirale reinigen: Waschen Sie die Spirale nach Gebrauch mit Spülmittel und heißem Wasser ab und trocknen Sie sie gut, um Rostbildung zu verhindern.
Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden
Der häufigste Fehler ist übermäßige Kraft: Wenn Sie die Spirale mit Gewalt drücken, kann sie sich im Rohr verkanten, sich selbst verknoten oder - bei älteren Leitungen - eine Dichtung beschädigen. Ein weiterer Fehler ist das falsche Drehen: Dreht man gegen den Uhrzeigersinn, kann sich die Spirale auseinanderschrauben und in der Leitung stecken bleiben. Drehen Sie immer in eine Richtung: vorwärts im Uhrzeigersinn.
Wann die Spirale an ihre Grenzen stößt
Reicht Ihre Spirale nicht weit genug, liegt der Pfropfen tiefer als 5 Meter, oder finden Sie trotz Arbeit mit der Spirale keine Verbesserung, ist ein Rohrreinigungsservice in Köln die richtige Wahl. Profis verfügen über elektrische Spiralmaschinen mit 30 Metern Reichweite sowie Kameratechnik, um die Ursache genau zu lokalisieren.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich mit der Spirale die Rohre beschädigen?
Bei sachgemäßer Anwendung ist das Risiko gering. In sehr alten Häusern mit Stoneware- oder Gusseisenrohren sollten Sie vorsichtiger vorgehen und lieber einen Fachbetrieb beauftragen, da diese Materialien bei falscher Technik brechen können.
Wie tief kommt eine Handspiral in die Leitung?
Handspiralen für den Heimgebrauch sind in der Regel 3 bis 5 Meter lang. Das reicht für den unmittelbaren Anschlussbereich hinter dem Abfluss. Verstopfungen, die tiefer sitzen oder im Sammelrohr liegen, erfordern längere Profigeräte.
Muss ich nach der Spiralreinigung noch ein Reinigungsmittel verwenden?
Es schadet nicht, nach dem Spiralieren etwas Natron und heißes Wasser nachzuspülen, um verbliebene Fett- und Seifenreste zu lösen. Ein chemischer Rohrreiniger ist danach in der Regel nicht notwendig.