Ein schwaches Wasserstrahl aus dem Hahn ist lästig und kann viele Ursachen haben. In Köln, wo viele Gebäude aus der Nachkriegszeit stammen, sind verkalkte oder veraltete Leitungen häufig der Grund. Die Diagnose hilft, unnötige Handwerkerkosten zu vermeiden.
Mögliche Ursachen für niedrigen Wasserdruck
Verstopfte Armaturenanschlüsse
Der häufigste Grund ist ein verblocktes Sieb (Perlator) am Wasserhahn. Diese kleinen Gitter setzen sich mit Kalk und Ablagerungen zu. Abschrauben, einige Minuten in Essig einlegen und wieder einschrauben - oft hilft das sofort.
Druckminderer falsch eingestellt
Viele Kölner Haushalte haben einen Druckminderer im Keller. Dieser regelt den Leitungsdruck auf einen sicheren Wert (typisch 3 bis 5 bar). Ist er zu niedrig eingestellt oder defekt, leidet der Druck im ganzen Haus.
Verkalkte oder korrodierte Rohre
In Altbauten können ältere Stahlrohre von innen stark verkalkt oder verrostet sein. Das verengt den Querschnitt erheblich. Hier hilft langfristig nur eine Rohrsanierung.
Problem beim Wasserversorger
Manchmal liegt das Problem nicht im Haus, sondern im öffentlichen Netz. Bei kurzfristigen Druckabfällen lohnt ein Anruf bei den Kölner Stadtwerken.
Was Sie selbst prüfen können
- Perlator (Sieb) am betroffenen Hahn abschrauben und reinigen
- Absperrhahn unter dem Waschbecken vollständig öffnen
- Druckminderer im Keller kontrollieren und ggf. nachjustieren
- Nachbarn fragen, ob das Problem bei ihnen ebenfalls besteht
Häufige Fragen
Welcher Wasserdruck ist normal?
Im Hausnetz sind 3 bis 5 bar üblich. Unter 2 bar gilt der Druck als zu niedrig und beeinträchtigt Dusche und Geräte.
Kann ich den Druckminderer selbst einstellen?
Ja, mit einem Schraubenzieher lässt sich der Druckminderer vorsichtig nachjustieren. Bei Unsicherheit sollte ein Fachmann hinzugezogen werden.
Hilft ein Druckerhöher?
Ein Druckerhöher (Pumpe) kann sinnvoll sein, wenn der Versorgungsdruck dauerhaft zu niedrig ist. Die Anschaffung und Installation kostet ca. 200 bis 600 Euro, je nach Modell und Aufwand.